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Bumblebee

Wilbers Federbein - noch nicht zufrieden

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Bumblebee

Hallo,

ich hab mir letztes Jahr ein Wilbers Federbein mit Höhenverstellung und hydraulischer Federvorspannung gegönnt. Bin aber mit dem Ergebnis noch nicht so richtig zufrieden. Bei größeren Unebenheiten wird das Heck immer noch sehr hart - ich gehe davon aus das liegt an der ungünstigen Progression der Umlenkung.

Der statische negativ Federweg ohne Vorspannung liegt bei 15mm, der dynamische bei 45mm - wahrscheinlich etwas hoch.

Wenn ich die Feder voll vorspanne komme ich auf folgende Werte:

statischer negativ Federweg 5mm, dynamischer 25mm.- wohl eher die richtige Richtung denke ich.

Im Moment habe ich die Höhenverstellung auf Maximum, Zugstufe 12 Klicks offen - Druckstufe beide voll offen.

Gibt es noch eine Möglichkeit die Progression der Umlenkung positiv zu beeinflussen - geänderte Umlenkhebel etc?

Ich hab gelesen dass die Schwinge und die Umlenkung der 2011 geändert wurde und das sehr gut funktionieren soll. Hat sich schon mal jemand an einen Umbau der kompletten Schwinge getraut?

Bin für jeden Tipp der Fahrwerksprofis dankbar.

Gruß

Gerd

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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PlutoniumJack

Ab 2011 wurde die Schwinge mit Oberzug verbaut, die Schwinge ist deutlich schmaler, die Umlenkung ist komplett anders aufgebaut. Kurz gesagt, da passt gar nichts ohne große anpassungsarbeiten.

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SiRoBo

5 mm statischer Durchhang hinten ist viel zu wenig für die Straße. Sollten mindestens 10 mm sein.

Als erstes bau mal die Umlenkung auseinander und prüfe alle 6 Lagerstellen.

Dein Ansatz mit voll offenen Druckstufen und mittig eingestellter Zugstufe kann schön nach hinten losgehen. So kann das Heck leicht einfedern, aber relativ schwer aus. Somit besteht die Möglichkeit, dass sich Dein Heck bei mehreren Stößen hintereinander nach unten pumpt und somit erst recht in der Progression landet. Mach da mal lieber eine mittig eingestellte Lowspeed Druckstufe, Highspeed lässt Du voll auf. Wenn jetzt die kurzen Stöße noch zu hart sind, dann hilft ein Zurücknehmen der Lowspeed Druckstufe nix, weil die schnellen Bewegungen eh über die Highspeed Druckstufe abgeblasen werden. In dem Fall lieber hinten nicht mit 2,9 bar fahren, sondern mal 2,6..2,7 bar Kaltluftdruck probieren.

Such mal nach Zupin Öhlins Anleitung. Nach der hab ich auch mein 641er eingestellt und bin jetzt richtig zufrieden. :top:

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frankman

..klingt für mich nach komplett verbastelt und planlos.
statische grundeinstellung machen (suchen, wurde hier schon was weiß ich wie oft beschrieben). dann von dieser einstellung aus veränderungen vornehmen.
wenn das alles nicht fruchtet, hast du die falsche federrate. dann hilft nur hardwaretausch - und damit meine ich nicht die schwinge.

Zitat

Wenn ich die Feder voll vorspanne komme ich auf folgende Werte:
statischer negativ Federweg 5mm, dynamischer 25mm.- wohl eher die richtige Richtung denke ich.
Im Moment habe ich die Höhenverstellung auf Maximum, Zugstufe 12 Klicks offen - Druckstufe beide voll offen.

wie soll das auch federn. das moped steht doch quasi nur noch auf dem vorderrad.

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Bumblebee

Hallo,

erstmal Danke für Eure Hinweise.

Klar bin ich erstmal mit der Grundeinstellung (wie von Wilbers vorgegeben)  gefahren - war mir einfach zu hart deshalb hab ich die Druckstufe raus genommen (in mehreren Schritten) und die Vorspannung erhöht   um aus der viel diskutierten Progression bedingt durch die Umlenkung zu kommen. Das Federbein  wurde von Wilbers nach meinen Angaben bzgl Gewicht und bevorzugte Strassen (oft auch drittklassig) ausgelegt.

Also, ich werde dann mal wie vorgeschlagen die Federvorspannung reduzieren dass ich auf ca. 10mm statischen Negativfederweg  komme und die Low Speed Druckstufe auf einen mittleern Wert drehen, Reifendruck etwas runter auf 2,6 - 2,7 bar und dann mal fahren.

Die Umlenkung hatte ich vorher schon mal begutachtet - war aber alles leichtgängig. Wenn die geänderten Einstellungen keine Verbesserung bringen werde ich die Umlenkung trotzdem nochmal zerlegen.

Noch eine Frage bzgl. Progression:

Würde eine zusätzliche Heckhöherlegung mittels geänderter Umlenkung noch eine Verbesserung bringen. Ich finde die Höhenverstellung von Wilbers ist eher moderat.

Gruß

Gerd

 

 

 

 

  

 

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SiRoBo

Laut dem Georg war seine Speedy unkomfortabler mit Verkürzung der Umlenkung als mit verlängertem Federbein.

Höherlegung Wilbers moderat? Mein Bein hab ich 1cm länger geschraubt, macht das Heck immerhin um ca. 3cm höher...

Umlenkung gecheckt mit wegebautem Rad und ausgehängtem Federbein, hoffe ich doch. Und dann hat man eigentlich immer noch einen zu langen Hebel mit der Schwinge und erkennt feste Umlenklager nicht wirklich gut. :wink:

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Atlan
vor 18 Minuten schrieb SiRoBo:

Mein Bein hab ich 1cm länger geschraubt,

Wenn man das aus dem Zusammenhang reißt, klingt es echt lustig :biggrin:

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Necrol

Hallo,

statischer Negativfederweg von 5mm kommt mir sehr wenig vor, auch die vorgeschlagenen 10mm wären mir zu wenig. Habe bei mir hinten 20mm statisch, bei der Rennziege mit vergleichbaren Federwegen 15mm. Irgendwo zwischen 15-20 solltest du da landen, das ist letzten Endes aber dann auch Geschmackssache. 

Stellst du bei deinen Versuchen die Federvorspannung nur über die Hydraulik ein oder warst du an der mechanischen Einstellung auch schon? Bei letzterem, die Feder voll vorzuspannen ist elende Arbeit :guffaw:.

Was mich bei deinen Messwerten wundert ist die starke Abweichung der beiden Zustände.

Mit minimaler Federvorspannung hast du statisch 15, mit Fahrer 45, also sackt die Fuhre mit dir um 30mm ein.

Mit maximaler Vorspannung hast du statisch 5, mit Fahrer 25, also sackt die Fuhre nur noch um 20mm. 

Die Differenz sollte bei beiden Belastungen meines Wissens nach in etwa gleich sein. Ggf bringst du dir hier mit den beiden Maximaleinstellungen schon eine Progression in den Dämpfer an sich. 

Hast du mal probiert das Grundsetup mit relativ geringer Federvorspannung der hydraulischen Verstellung über die Einstellringe an der tatsächlichen Feder zu beeinflussen? Die hydraulische Vorspannung dient eigentlich nur dazu die Federvorspannung bei erhöhter Beladung (Sozia, Gepäck) komfortabel anzupassen. Wenn du willst kannst du das als manuelle Niveauregulierung betrachten. 

 

MfG

Jan 

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Bumblebee

Hi,

zur Prüfung der Umlenkung hab ich bei ausgebautem Federbein direkt an den Hebel gedreht - da war eigentlich keine Schwergängigkeit zu bemerken. Aber ich werde sie trotzdem bei Gelegenheit nochmals ausbauen und prüfen.

Mit moderater Höherlegung meine ich optisch nicht sehr auffällig wie z.B. bei einigen so herumfahrenden Streetfighter Umbauten.

Die Höhenverstellung von Wilbers hab ich aber bis zu dem kleinen Sackloch im Gewinde gedreht (lt Wilbers soll man nicht weiter drehen da sonst das wirksame Gewinde zu kurz wird).

Gruß

Gerd

 

 

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schmidei

Wie Simon schon schrub wurde meine Mopete nach Ausbau der Höherlegung und dafür Ausnutzung der Längenverstellung erheblich komfortabler, bei im Endeffekt annähernd gleicher Höhe. Von echtem Komfort würde ich allerdings immer noch nicht sprechen, ist schon immer noch knackig, wesentlich besser aber knackig. Kann bei meiner aber auch am extrem reduzierten Gewicht liegen. Aber egal was Du treibst, ne Sänfte wird sie eher nicht.

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Bumblebee

Hallo Jan,

nein an der mechanischen Verstellung der Feder war ich nicht dran - Federbein ist ja neu und nach meinen Angaben bei Wilbers konfiguriert.

Mfg
Gerd

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Necrol

Dann zäumst du das Pferd, zumindest was mein Verständnis der Materie angeht, von hinten auf. 

Federn haben Fertigungstoleranzen was die Federrate angeht, diese sind nicht unerheblich - ist dem Material und dem Wicklungsprozess geschuldet. Ich weiß nicht wie Wilbers da arbeitet, kann aber aus leidiger Erfahrung sagen das z.B. eine Öhlinsfeder die laut Beschriftung 110er Federrate haben soll härter war als eine Feder gleichen Typs die mit 120 beschriftet war. Kommentar des zweiten Fahrwerksfachman dazu war nur: "Ist bei Ölhinz normal, Beschriftung dienen der groben Sortierung, musst halt die Federrate vorher Messen und hoffen das du im Vorrat grad die richtige hast."

Dazu kommt, bei Wilbers arbeiten auch Menschen, sogar sehr nette und Fachkundige, allerdings machen auch diese Fehler. Mögliche Fehlerquellen hier: Falsche Feder, falsche Voreinstellung der Vorspannung. 

Hast du da mal angerufen und denen dein Problem geschildert? 

 

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frankman

je steiler du den bock stellst, desto schwieriger gestaltet sich die abstimmumg der hinterhand. hast du ein problem mit aufsetzenden rasten in schräglage? wenn nicht, dann runter mit dem heck. so viel wie nötig, so wenig wie möglich - lautet die devise. und bei deinen zug und druckstufeneinstellungen des federbeins würden mich mal die korrospondierenden der gabel interessieren. federt dein fahrzeug bei mittiger belastung (nicht auf dem sitz drücken, das ist nicht die mitte) vorne und hinten gleichmäßig ein und aus? kann ich mir mit diesen einstellungen nicht vorstellen.

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Sandie
Der statische negativ Federweg ohne Vorspannung liegt bei 15mm, der dynamische bei 45mm - wahrscheinlich etwas hoch.
Wenn ich die Feder voll vorspanne komme ich auf folgende Werte:
statischer negativ Federweg 5mm, dynamischer 25mm. 

Haste mal den Mittelweg probiert?
Also 10/35 mm.
Sollte von den Formwerten eigentlich passen.

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Bumblebee

So,

hab jetzt mal die Tipps von Simon und Achim umgesetzt.

statischer neg. Federweg ca. 10mm - sind 20 von 60 Klicks bei der hydr. Verstellung

Zugstufe 14 klicks offen

Lo Speed Druckstufe auch 14 Klicks offen

Hi Speed Druckstufe 20 klicks offen

Der Vollständigkeit halber Einstellung der Gabel ( damit bin ich voll zufrieden)

Federvorspannung 4 Ringe sichtbar mit progressiven Wilbers Federn

Druckstufe 2 Umdr. offen

Zugstufe 1,5 Umdr. offen

Wenn ich jetzt mittig (nicht auf die Sitzbank) drücke federt das Mopi gleichmäßig ein und wieder aus. Übrigens das ist nicht weit weg von der Grundeinstellung bis auf die erhöhte Federvorspannung und 5 Klicks weniger Hi Speed.

So werd ich jetzt nochmal fahren - Vielleicht hab ich mir einfach zuviel an Komfort durch das Federbein versprochen.:whimper:

Ein Problem mit aufsetzenden Rasten o.Ä. hab ich net, ich hab das Heck auch nicht aus optischen Gründen angehoben sondern einzig und allein um den Komfort zu verbessern (später in die Progression - hier im Forum viel diskutiert) - aber hier scheiden sich anscheinend  die Geister.

 

Gruß

Gerd

 

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SiRoBo

Ja, ne Sänfte wirds nicht... bleibt ne Speedy. :flowers:

 

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East

War wird und ist die Speedy nie gewesen eine Sänfte, mit dem Wilbers wars am Anfang ähnlich, aber jetzt ist alles gut  :flowers:

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Bumblebee

Hallo,

hab jetzt mal die oben beschriebene Einstellung ausprobiert, ist zwar besser aber nicht wirklich zufriedenstellend. Hab mich dann nochmal an die Hebelei gemacht. Wenn ich die Schraube welche durchs untere Federbeinauge geht heraus mache, lassen sich die Hebel ganz leicht bewegen. Hab nun trotzdem mal die Zugstrebe ausgebaut und festgestellt dass diese kippelt wenn ich sie auf eine gerade Unterlage lege. Ich weiß, das muss nichts heißen, wichtig ist dass die Achsen fluchten aber das Kippeln scheint mit ziemlich groß zu sein. Außerdem sieht man auf der Innenseite  dass die Strebe an dem Hebel zur Schwinge streift. Einer der Innenringe sieht auch alles andere als gut aus.  Ich hab mal ein paar Bilder eingestellt und werde morgen die Zugstrebe mal vermessen lassen.

Sollte sich herausstellen dass die Zugstrebe wirklich verzogen ist, hat von Euch vielleicht noch einer  so ein Ding abzugeben?

Sollte ich bei der Gelegenheit dnn gleich alle Lager tauschen? Was meint Ihr?

Vielleicht wird doch noch alles gut und meine Speedy wird ne Sänfte :top:

 

Gruß

Gerd

 

 

Buchse.JPG

Hebel.JPG

Schleif.JPG

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SiRoBo
3 minutes ago, Bumblebee said:

... und meine Speedy wird ne Sänfte :top:

Nö. :rudolph: :propeller: 

Willst Du Dich nicht mal unverbindlich nach ner Reiseenduro umschauen? :innocent: 
Auch ne fette GS kann gut ums Eck, sofern der Fahrer das auch macht. :flowers: 

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Bumblebee

Das mit der Sänfte war ein Scherz - außerdem hab ich schon eine Tiger 955i. Mit der bin ich momentan auch noch flotter unterwegs als mit der Speedy - ich hoffe das ändert sich noch :pro:

 

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Bumblebee

Aber was sagt Ihr zu den Bildern?

 

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East

Mhmm, die Umlenkung sieht nicht wirklich gut aus, da könnte sich beim einfedern in der Tat irgendwas verspannen :careful:

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Bumblebee

Jo,

so fährt es sich auch, kleine Unebenheiten bügelt sie weg aber sobald ein Gully etwas tiefer sitzt, gibt's nen Schlag ins Kreuz.

 

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Srad92

Ist doch völlig normal, sind halt keine Enduros :biggrin:

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Srad92

Meine Zugstreben sehen übrigens genauso aus, die arbeiten sich einmal ein und dann schleift da auch nichts mehr. Quasi wie beim Motor einfahren :flowers:

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