phl0w Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 (bearbeitet) Auch wenn das aus meinen anderen Beiträgen offensichtlichst herauskam, muss ich mich doch auch explizit als Motorrad-Neuling outen. Da ich den Schein noch nicht lange habe, kann ich erst so ca. 5000km Erfahrung vorweisen. Dementsprechend groß ist mein Wissensdrang und damit auch meine (dummen) Fragen. Meine Erfahrung mit Bikes beschränkt sich, abgesehen von der Fahrschul-CBF 500, auf 600er Hornet und 700er Monster. Da ich freilich an einem lange währenden Vergnügen und nicht einer kurzfristigen Affäre interessiert bin, möchte ich hier Tipps zum Umgang mit einem Dreizylinder im Fahrbetrieb sammeln (Inspektionen machen zu lassen und den Check der wichtigsten Komponenten vor Fahrtantritt, setze ich einmal voraus), da ich so etwas nirgends finden konnte. Im Vordergrund soll die langfristige Schonung des Motors und nicht in erster Linie der Fahrspaß stehen (hin und wieder sollte das ja keinem Motor schaden, der eingefahren ist)! Dazu meine Überlegungen (bitte zu korrigieren, wenn ich mir Unsinn zusammenreime): Zuckerbrot: * die 1. wird nur zum Anfahren verwendet * der Motor sollte überwiegend im mittleren Drehzahlbereich bewegt werden, 3000-5500RPM * höhere Drehzahlen nur bei warmgefahrenem Motor * Kupplung komplett trennen beim Schalten * nicht ohne auszukuppeln schalten * bei gleichmäßiger Fahrt den höchstmöglichen Gang wählen Peitsche: *ein warmgefahrener Motor sollte auch hin und wieder hochgedreht werden (nicht ausgedreht!) * bei warmgefahrenem Motor die Gänge ausfahren * schalten ohne auszukuppeln Zuckerbrot ist quasi Lehrmeinung, wie sie in der Fahrschule unterrichtet wird, gefahren wird aber meistens mit der Peitsche. Mit unterschiedlichen Konsequenzen, manche Motorräder scheints wenig zu stören, manche wollen gestreichelt werden (kalte Monster z.B), wiederum manche möchten auch mal getreten werden, um zu wissen wofür sie gebaut wurden ;-) Oder sind modernere Motoren wie z.B der 595N sowieso unanfällig was das betrifft und können quasi ständig im oberen Drehzahlband bewegt werden? Ist das vielleicht sogar notwendig (wenn man es mit einem Auto verlgeicht, das von einem Mütterlein über 10 Jahre nur in der 3. und nie über 2500 Touren bewegt wird, dann merkt man das ja auch, wenn es dann einmal zügiger gehen sollte)? In welche Kategorie fällt denn das 595N Aggregat und weiter: gibt es Geräusche im Motor, die einen aufhorchen lassen sollten? Oder soll man sich da eher keinen Kopf machen? TL,DR: Ich habe eigentlich durchwegs von der soliden Laufleistung des 595N gelesen und bin daran interessiert, wie ich selbst dazu beitragen kann. Danke für die Aufmerksamkeit! Bearbeitet 25. August 2010 von phl0w Zitieren
Higgy Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Bis auf den letzten Punkt stimme ich Dir voll zu. Schalten tue ich immer mit Kupplung, das ist meiner Meinung nach immer noch am Getriebeschonensten. Zitieren
Clyde Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Hi Ich nehme B Plus Kuppeln Zitieren
wickedsixx Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Deine Absichten in allen Ehren, aber du willst nicht 300`000 Km machen mit der Kiste oder? Wenn der Mocken mal warm ist kannst du immer deine Peitsche Version fahren, die dinger sind dafür gebaut! Aber ich würde die Punkte : * nicht ohne auszukuppeln schalten * bei gleichmäßiger Fahrt den höchstmöglichen Gang wählen auch noch miteinbeziehen, willst ja nicht unnötig die Umwelt verschmutzen und das Getriebe ist ja sowieso schon nicht allzu, sagen wir mal, japanisch... Zitieren
phl0w Geschrieben 25. August 2010 Autor report Geschrieben 25. August 2010 Darum schrieb ich ja und/ oder im Titel, um vielleicht auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Dass die Dinger dafür gebaut sind, wollte ich hören. Schalten würde ich nie, ohne auszukuppeln, habe halt gelesen, dass das recht viele machen- wahrscheinlich aus Faulheit. Und die Umwelt und vor allem mein Ohren und die meiner Umgebung sind mir auch wichtig, weshalb ich nicht mit 5000 Touren in der 2. fahre. 300tkm? So lange lebe ich ja gar nicht mehr. Im Ernst, eine Laufleistung von 12tkm/Jahr für die nächsten 3-5 Jahre würde ich mir schon wünschen. Zitieren
Triplemania Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Wie immer: Wenn der Pflegezustand (Ventilspiel, Steuerkette, Ölwechselintervalle, richtiges Öl in der richtigen Menge) stimmt, kannst Du den warmgefahrenen Motor der N-Modelle belasten wie Du willst. Die Dinger sind "vollgasfest". Dass das Getriebe verschleißfrei nur mit betätigter Kupplung betätigt werden könnte, halte ich für ein Gerücht. Ein Schalten ohne zu kuppeln ist bei richtig eingestellter Kupplung (und Kettenspannung) mit etwas Übung (siehe Bernt Spiegel, "die obere Hälfte des Motorrads", dort: "Schalthebel vorbelasten") ohne weiteres - vor allem auch: geräuschlos ! - möglich, sowohl das hoch- als auch herunterschalten. Das praktiziere nicht nur ich so. Bei richtiger Pflege sollte der N-Motor für 100tkm gut sein. Dann gibt es wahrscheinlich Ärger mit dem ZK oder Pleuelaugen. Die T3-Modelle halten wesentlich länger. Viel Spaß Zitieren
phl0w Geschrieben 25. August 2010 Autor report Geschrieben 25. August 2010 Das hört man gerne! Wird Öl jährlich gewechselt bzw. alle wieviel Kilometer? Zitieren
starfighter1967 Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 10.000 oder jährlich ^(was zuerst eintritt) und wichtig immer auch den Filter wechseln Zitieren
StanleyBeamish Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 * die 1. wird nur zum Anfahren verwendet * bei gleichmäßiger Fahrt den höchstmöglichen Gang wählen Mittlerweile nehm ich den 5. und 6. nur zum warmfahren.......oder auf der Autobahn im Wald im 5. oder 6. rumgurken mach mir keinen Spass und wenn die Drehzahl stimmen würde, wäre man viel viel zu schnell und den 1. brauchst schon in manchen 180 Grad Spitzkehren......vor allem wenn die Endübersetzung original bleibt. Gruss Zitieren
East Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Wie immer: Wenn der Pflegezustand (Ventilspiel, Steuerkette, Ölwechselintervalle, richtiges Öl in der richtigen Menge) stimmt, kannst Du den warmgefahrenen Motor der N-Modelle belasten wie Du willst. Die Dinger sind "vollgasfest". Bei richtiger Pflege sollte der N-Motor für 100tkm gut sein. Dann gibt es wahrscheinlich Ärger mit dem ZK oder Pleuelaugen. Die T3-Modelle halten wesentlich länger. Viel Spaß ist bloß schlimm, da hab ich nur noch 40.000km Spaß Mein guter alter Triple-Doctor hat mir gesagt das er erkennen könne ob ein Motor im Blümchenpflückermodus bewegt wird oder ob der Motor Artgerecht bewegt wird Bei letzteren müßten nämlich die Ventile seltenst eingestellt werden Zitieren
DirkW Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Mein guter alter Triple-Doctor hat mir gesagt das er erkennen könne ob ein Motor im Blümchenpflückermodus bewegt wird oder ob der Motor Artgerecht bewegt wird Bei letzteren müßten nämlich die Ventile seltenst eingestellt werden Man kann zumindest sehen, ob der Fahrer die Mühle warmfährt oder direkt bei kaltem Motor Vollgas gibt. Ab dem 2002er Motor gibt es mit den Ventilsitzen keine Probleme mehr. Bei vielen Vollgasfahrten sollte man den Ölverbrauch noch mehr im Blick haben als normal. Zitieren
phl0w Geschrieben 25. August 2010 Autor report Geschrieben 25. August 2010 Bei letzteren (artgerechte Bewegung des Motors, Anm.) müßten nämlich die Ventile seltenst eingestellt werden Wird immer besser hier, genau solche Informationen suche ich. Wann ist der Motor als "warmgefahren" zu bezeichnen? Bei einer bestimmten Temperatur oder nach einer bestimmten Kilometerleistung? Ich fahre den Motor nachdem er kalt gestartet wurde sehr untertourig und drehe ihn eigentlich erst über 5500, wenn er mindestens 78° - 80° erreicht hat. 78° weiß ich deshalb so genau, da die Anzeige bei entsprechendem Fahrtwind und Aussentemperaturen meist nicht darüber klettert. Bei laufendem Motor im N zu warten, ist ja der Umwelt weniger zuträglich und den 1. brauchst schon in manchen 180 Grad Spitzkehren Wenn man bedenkt, dass in manchen Spitzkehren die Geschwindigkeit auf etwa 20km/h oder weniger absinkt und die Touren ebenso, ist das Herausbeschleunigen durchaus mit Anfahren zu vergleichen, was die 1. rechtfertigt. Mittlerweile nehm ich den 5. und 6. nur zum warmfahren.......oder auf der Autobahn Wie ist das eigentlich bei der Speedy mit dem 6.? ist das auch so eine Art Benzinspargang für Überland und Autobahn? Ich denke mal, dass sie die Höchstgeschwindigkeit auch in der 5. erreicht, oder? ich weiß, vieles hier ist bestimmt altes Motorradfahrer 101, und so mancher wird sich ob der "simplen Fakten" wundern, aber genau so ein 101 findet man kaum, vor allem nicht zugeschneidert auf ein bestimmtes Motorrad, gar Aggregat. Herzlichen Dank jetzt schon an die vielen hilfreichen Informationen, die bis jetzt gekommen sind. Zitieren
DirkW Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Ab 60° hat das Öl Betriebstemperatur, dann kannst Du Feuer geben. Dummerweise wird das im Cockpit nicht angezeigt. Zitieren
East Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Wie ist das eigentlich bei der Speedy mit dem 6.? ist das auch so eine Art Benzinspargang für Überland und Autobahn? Ich denke mal, dass sie die Höchstgeschwindigkeit auch in der 5. erreicht, oder? Nein, der 6te Gang ist der wo die Endgeschwindigkeit erreicht wird, also kein Overdrive Zitieren
phl0w Geschrieben 25. August 2010 Autor report Geschrieben 25. August 2010 Ab 60° hat das Öl Betriebstemperatur ist also eine reine Zeitfrage? Zitieren
East Geschrieben 25. August 2010 report Geschrieben 25. August 2010 Nach 10 Minuten geruhsamen Daherbummeln (plus/minus ein paar Min.) sollte es möglich sein sich immer mehr in den Bereich zu bewegen der so richtig Spaß macht Zitieren
Andre E Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 (bearbeitet) Wenn kalt, mal nicht soooo untertourig fahren, dann passt es auch mit dem Öldruck... Mittlere Drehzahl ca 4000-5000, dann kommt der Motor auch schneller auf Temperatur. Dass bei 60Grad C Wassertemperatur das Öl auf Betriebstemperatur ist, wage ich zu bezweifeln, denn immerhin hat der Wasserkreislauf einen Thermostat und der Ölkreislauf nicht. Bearbeitet 26. August 2010 von Andre E Zitieren
Higgy Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 Ich habe mal irgendwo gelesen, wenn der Motorblock sich mit der bloßen Hand wie eine frische, heiße Tasse Tee anfühlt ist der Motor genügend warm gefahren. Zitieren
Organspender Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 Meine Kleine ist nach 10 Min (oder Km, ist außerorts das Gleiche) auf 80° Öltemperatur. Die 675er hat aber einen Öl/Wasser-Wärmetauscher, die Speedy würde ich 15 km warmfahren, weil Öl- und Wasserkreislauf getrennt sind. Nach 10 km hat auch der Reifen Betriebstemperatur, auch nicht ganz unwichtig.... Danach: Feuer frei Ach ja: beim Hochschalten wird nur zwischen 1. und 2. gekuppelt, beim Runterschalten immer (außer auf der Renne, da muss es manchmal auch schneller gehen). Das hab ich vorher auch mit meiner Daytona T595 so gemacht. Zitieren
silenttriple Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 15min warmfahren (das ist die Strecke durchs Ortsgebiet ) ab dann..... Reifentemp ist mir Sport Attack hält Getriebe.. rauf ohne Kupplung(seit mittlerweile 74000 km) runter mit Kupplung und Zwischengas ( Hyperplates mögens nicht anders) Zitieren
Steelbiker Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 Ich verlaß mich bei der Temperatur zum Warmfahren auf meinen Öltemperaturmesser, den es im Zubehörhandel für`n Ei und Appel zu kaufen gibt und gegen den Originalölstopfen ausgetauscht wird. Laut Louis-Katalog liegt die optimale Betriebstemperatur bei 80 Grad. Zitieren
Hubraumzwerg Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 Mit dem Schalten ist es ziemlich einfach.... Egal ob mit Kupplung oder ohne: Wenn es geräuschlos und geschmeidig geht, ist es gut für's Getriebe. Wenns kracht und knirscht offensichtlich nicht. Wenn man das Raufschalten ohne Kupplung beherrscht, geht das auch geräuschlös. (Leichter ist es in höheren Gängen. Dir Kür ist Runterschalten ohne Kupplung (traue ich mich nicht )... Das gilt nicht für das gelegentliche "Klong" beim Einlegen des 1. aus dem Leerlauf. Das lässt sich bei der Speedy wohl nicht ständig verhindern. Jedenfalls habe ich es aufgegeben... Untertourig fahren würde ich mit dem Motorrad übrigens nie. Erst recht nicht bei kaltem Motor. 3000-6000 bringen sie nicht um. Und wenn sie warm ist: Feuer! Beim Landstraßen-Ritt komme ich auch nur selten über den 4. hinaus. Es sei denn ich bummle... Zitieren
Andre E Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 Ich verlaß mich bei der Temperatur zum Warmfahren auf meinen Öltemperaturmesser, den es im Zubehörhandel für`n Ei und Appel zu kaufen gibt und gegen den Originalölstopfen ausgetauscht wird. Laut Louis-Katalog liegt die optimale Betriebstemperatur bei 80 Grad. Wenn Du dich auf den verlässt, kannste getrost ab 40 Grad Anzeige Gas geben. Du misst damit nämlich den Ölnebel... 20Grad kannste dazu rechnen. Zitieren
max_power Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 Hab an meiner Kawa auch so ein Ding dran; aber mehr aus stylischen Gründen. Zeig mir mal, wie Du da während der Fahrt was ablesen kannst. Einfach auf den gesunden Menschenverstand verlassen; dann klappts auch mit dem fahren. Zitieren
Andre E Geschrieben 26. August 2010 report Geschrieben 26. August 2010 Ich lass mich dann immer hinten am Motorrad runter und schleife auf den Stiefelsohlen auf der Strasse hinterher. Von da hinten aus kannste vorzüglich alles sehen. Empfehle aber Stahlsohlen! Funkt auch schön! Zitieren
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