Motul 300V würde ich auch nach spätestens einer Saison wechseln, das ist nicht für den alltäglichen Dauerbetrieb sondern für den Rennbetrieb gedacht (nicht meine, sondern Motul-Aussage). Ich denke auch, dass das primäre Problem nicht der Ölwechsel ist, sondern das Warmfahren. Ein Motor ist nach etwa 15 km betriebswarm und soll bis dahin maximal mit 1/3 der für den Motor vorgesehenen Maximaldrehzahl bewegt werden. Wenn ich mal mit anderen auf Tour bin, frage ich mich oft, warum am Abend noch über Ölsorten und Wechselintervalle philosophiert wurde, wenn die Moppeds morgens nach 2 Km Fahrt munter hochgedreht werden... Herdentrieb? ich bin dann immer Bummelletzter die ersten 15, so what? Hinten raus wird die Ente fett.
Ich benutze das bekannte rote Öl, und solange das rot ist, darf es auch drinbleiben, kann man ja im Ölschauglas sehen. Bei mir ist das in der Regel nach einer Saison noch nicht der Fall.
Bei einem Neufahrzeug fällt sicher mehr an Rückständen an auf den ersten hundert Kilometern, aber warum sollten 1000 Vorgabe sein, wenn es 300 sein müssen? Zumindest von der blau-weißen Fraktion weiß ich, dass die Motoren je nach Fahrzeugklasse 2-5 Stunden insgesamt schon gelaufen sind. Wieviel Kilometer sind das? k.A., aber vielleicht ausreichend für die nächsten tausend?
Und dass Öl nicht die Welt kostet, naja, ich finde es schon teuer mittlerweile. Für mich sind 80 Euro pro Wechsel immer noch nicht wenig Geld, auch wenn ich mir das leisten könnte. Jeder zusätzliche Ölwechsel ist ein Kostenfaktor, besonders für diejenigen, die eher durchschnittlich verdienen. Wer sich darüber keinen Kopf machen muss: hau raus die Kohle, die Ölindustrie freut es