Man stürzt sich nunmal immer gerne auf bekannte Dinge und vernachlässigt die persönlich unbekannten Unbekannten.
Es ist ja auch leider zu bequem - und das soll jetzt nicht vorwurfsvoll gemeint sein. Beruflich beschäftige ich mich quasi andauernd mit der Jagd auf unbekannte Unbekannte und es ist echt anstrengend ständig alte Denkmuster aufzubrechen. Es wäre viel komfortabler einfach „so wie immer“ weiterzumachen. Zumindest kurzfristig und subjektiv.
Kurz vor 2000 verteilten Taxifahrer Börsentipps, vor 5 Jahren hielten sich alle für COVID Experten, alle paar Jahre gibt es Millionen bessere Fußballbundestrainer auf der Couch und die größten Suffköpfe meinen, Alkohol sei die Lösung (). Dazu noch neigt die menschliche Psyche dazu sich unterbewusst eine plausible Geschichte zusammen zu reimen und deren Wahrscheinlichkeit und Kausalität überzugewichten.
Aber wer hat schon richtig Ahnung von Benzin in belüfteten kleinen Blechtanks bei einer Lagerdauer von über ein paar Monaten unter nicht genau definierten Randbedingungen (und damit meine ich nicht ChatGPT oder irgendwelche Zitate angeblicher Experten)? Also mal ganz unabhängig von dem Alkohol? Und wie wechselwirkt dann der Alkohol mit dem gebundenen Wasser und Sprit in Kontakt mit dem Stahltank? Wird aus dem ansonsten nicht leitenden Benzin mit ein bisschen Kondenswasser in der Luftblase vielleicht ein Elektrolyt, der oberflächliche Korrosion auch dort ermöglicht, wo Sprit steht? Und die Oberfläche danach nur darauf wartet mal ein wenig mit Luft in Kontakt zu sein, um aufzublühen? Und wie oft geht das gut und unter welchen Randbedingungen?
Also ich habe keine Ahnung. Aber es lässt sich vortrefflich spekulieren.