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Zylinderkopfdichtung erneuern oder Austauschmotor


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Geschrieben

Hallo zusammen, 

ich fahre eine 2013 Speed Triple mit 42t km runter und stehe vor der Entscheidung die Zylinderkopfdichtung oder den kompletten Motor zu tauschen. 

Hab die Speedy seit 2,5 Jahren und bin etwa 10t km damit gefahren. Bisher war alles super. Ich hab letztens den Kühlmittelkreislauf gereinigt mit dem Reiniger von Liqui-Moly was auch einiges an Stückchen rausgespült hat. Seitdem bemerke ich aber einen erhöhten Kühlmittelverbrauch und das Öl ist deutlich weniger "ölig" ist und mehr nach Milchkaffee aussieht (noch keine Schaumbildung). Hab euch mal ein Bild angehängt.

Ich gehe daher von einer defekten ZKD aus. Das hat sich angekündigt, als die Speedy nach dem Winter viel zu wenig Kühlmittel hatte (keine Ahnung, warum) und zweimal bis zur roten Lampe zu heiß wurde. Kühlmittel wurde nachgefüllt dann war alles in Ordnung. Ein paar hundert km später beim Ölwechsel gab es auch keine Auffälligkeiten. Öl war schön schwarz. Vielleicht hat die Reinigung eine Ablagerung mitgenommen, die das ganze zusammengehalten hat. Vielleicht hat da jemand Erfahrung? 

Lange Rede, kurzer Sinn. Meine Werkstatt sagt "ja, können wir machen aber kostet um die 3.500eur und aufwärts weil aufwendig". Ich stehe nun vor der Entscheidung, die ZKD selber zu wechseln oder einen Austauschmotor mit ca 20t km einzubauen (ich habe noch keinen AT...). 
Grund für den AT ist auch, dass die Kupplung beim Runterschalten oft hängenbleibt und auch mit viel Kraft nicht runterschaltet. Hochschalten ist kein Problem.

Wie ist eure Erfahrung? Kann man als Hobbyschrauber mit wenig Erfahrung das an einigen Wochenenden hinbiegen (und wie aufwendig ist die Dichtung der Zylinderbuchsen?). Oder soll ich lieber einen AT finden? Im selben Atemzug die Frage, ob ich einen 1050 Motor der 515NJ aus Baujahr 2009 in meine 2013 einbauen kann? Soweit ich weiß, sollte der fast baugleich sein.  

20260711_173753.jpg

Geschrieben
Am 9.9.2026 um 11:05 schrieb SpeedyPenguin:

als Hobbyschrauber mit wenig Erfahrung

... würde ich das nicht anfangen. Es sei denn, Du hast zwar wenig Erfahrung aber einen geeigneten Arbeitsplatz und auch das notwendige Werkzeug. 
Ein "Austauschmotor" mit unbekannter Historie ist bei dem inzwischen hohen Alter der verfügbaren Ersatzteile eher ein Glücksspiel.
Ich würde den Motor in gute Hände geben und repareren lassen, den Kupplungskorb oder die Schaltwelle dann gleich mit sanieren lassen.
:flowers: 

Geschrieben

Zylinderkopf tauschen ist zwar kein Hexenwerk, aber gerade beim Zusammenbau kann es schnell passieren, dass man die Steuerzeiten verstellt, weil da gern die Einlassnockenwelle überspringt. Das hat mich bei meinem ersten Zylinderkopf fast zur Verzweiflung gebracht.

Andererseits: Jeder Schrauber hat einmal etwas das erste Mal gemacht und mit Sorgfalt, dem Werkstatthandbuch (und dem t5net…) kann das klappen. 

Nur halt nicht improvisieren, sorgfältig arbeiten, das richtige Werkzeug parat halten und auch die richtigen Betriebsmittel (Abdichtung der Laufbuchsen).

Wenn Geduld, Zeit und Platz vorhanden ist: Warum nicht? Schlimmstenfalls geht die Sache schief und es muss doch ein Ersatzmotor her. Verlieren kannst Du also kaum.

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